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Lesetips für den 13.01.04 (Durkheim: soziale Arbeitsteilung, Albrecht)

Wichtige Begriffe:

Arbeitsteilung, Funktion(alismus), Kollektivbewusstsein, mechanische/organische Solidarität, Normativität

Vorbemerkungen:

Durkheim ist einer der Gesellschaftstheoretiker, die sich für die Konstitution von gesellschaftlicher Einheit interessierten. Für Durkheim wird Gesellschaft zur Einheit, indem sie durch Normen und Werte integriert wird, daher wird die auf ihn zurückgehende Theorieströmung auch "Paradigma der normativen Integration" genannt. Durkheim sah sich in einer Umbruchsphase, in der traditionale Integrationsmomente (mechanische Solidarität bzw. Zusammenhalt durch Gleichförmigkeit) durch eine moderne Gesellschaftsweise (organische Solidarität bzw. Zusammenhalt durch Verschiedenheit) abgelöst werden. In der positivistischen Tradition Comtes versucht Durkheim diesen Umbruch messbar zu machen und fragt, wie fundamentale Modi gesellschaftlichen Zusammenlebens im Recht, in der Kultur oder im sozialen Leben symbolisiert werden. Wichtig ist hierbei der Begriff des Kollektivbewusstseins, mit dem Durkheim die normative Einbindung des Individuums in seine Gesellschaft bezeichnet.

Leseziele:

  • Überlegen Sie sich in welchen Feldern Durkheims Ansatz besonders gut anzuwenden ist.
  • Welche Probleme sehen Sie in der heutigen Situation mit seinem Ansatz?